Indien - Urlaub 3. bis 12.10.2008

Zweifellos das Highlight unserer heurigen Reisesaison war die Fahrt durch das Goldene Dreieck Delhi - Agra - Jaipur mit abschließender Safari im Rathambore Nationalpark. Vom Flughafen in Delhi wurden wir von einem klimatisierten PKW zum Hotel gebracht. Der Fahrer begleitete uns über die gesamte Strecke. Lediglich die örtlichen Guides wechselten von Standort zu Standort. Nach einer kurzen Nacht absolvierten wir mit einer Stadtrundfahrt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Delhi Grabstätte von Mahatma Gandhi
um uns dann auf den Weg nach Agra zu machen. Für die Strecke von etwa 250 km brauchten wir sage und schreibe fast 6 Stunden. Unvorstellbar was sich dort auf den Straßen abspielt. Neben Kühen, die gemächlich die Fahrbahn kreuzen, tummeln sich Radrikschas, diverse Zweiräder, entkernte LKW`s, Kamelfuhrwerke und natürlich PKW´s. Wir regelbewussten Europäer können nur staunen wie dort Verkehr ohne alle Regeln funktioniert. Über allem chaotischen Verhalten ist aber eine selbstverständliche Rücksichtnahme und Gelassenheit zu bemerken. Niemand lässt hier seinen Aggressionen freien Lauf und gefährdet das Leben anderer. Wir haben auf einer Strecke von fast 700 km keinen einzigen Unfall gesehen. Schockierend für Europäer ist die unvorstellbare Armut, die entlang der Strecke überall ins Auge sticht. Es bleibt einem gar nichts anderes übrig, als diese schreckliche Tatsache auszublenden, sonst kann sich ein Tourist nicht an den bewunderswerten Schönheiten dieses Landes erfreuen. In Agra konnten wir schon in der Früh das Weltkulturerbe Taj Mahal besichtigen. 

1 Kommentar 15.10.08 19:30, kommentieren

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Durch die Lienzer Dolomiten 9.7.-12.7.2008

Nachdem wir ein Auto am Parkplatz Luggauer Brücke deponiert hatten, starteten wir vom Bahnhof NIKOLSDORF. Christian stellt sich auf Sonne ein!
Der Aufstieg über den Zabarot-.Leiternsteig auf das Hochstadelhaus gestaltete sich steil und ruppig. Nach 5 Stunden schweißtreibendem Anstieg erreichte ich das Hochstadelhaus und wurde bereits mit einem Bier erwartet. Die beiden Teilzeit-Hüttenwirte (übrigens HS-Lehrer) bewirteten uns vorzüglich, so dass wir am nächsten Tag gestärkt den anstrengendsten Teil der Durchquerung - Dreitörlweg mit Gipfelanstieg Hochstadel - antreten konnten. Insgesamt waren wir 8 Stunden unterwegs. Hochstadel 2680 m
Erst nach dem Anstieg zum Laserztörl war der Blick frei auf die Karlbader Hütte. Die beiden Seen und die Hütte vor Augen ließen uns die müden Beine vergessen. Da wir bereits am Nachmittag angekommen waren, hatten wir genügend Zeit uns zu kultivieren und das herrliche Umfeld der Hütte zu bewundern. Der nächste Tag bescherte uns einen rassigen Klettersteig (C, D). Da war ich in meinem Element und brauchte den Vergleich mit den Jüngeren nicht zu scheuen. Schon beim Abstieg braute sich ein gehöriges Gewitter zusammen, das dann auch bald nach unserer Ankunft bei der Hütte loskrachte. Gott sei Dank war am nächsten Tag das Wetter wieder freundlich genug für den Abstieg über das Kerschbaumer Törl zur Kerschbaumer Alm. Ursprünglich hätten wir dort noch einmal Quartier nehmen wollen, aber das Wetter war einfach zu unbeständig. Nachdem es mir aber dort so gut gefallen hat, werde ich diese Übernachtung sicher einmal nachholen. Gestärkt mit einem köstlichen Hirschgulyas und zwei Krügerln fielen uns die letzten Abstiegsstunden leicht. Beim Parkplatz unterhalb der Luggauer Brücke hatten 1700 Abstiegsmeter am Stück ein Ende.

1 Kommentar 15.3.09 17:47, kommentieren

SPREEWALD-Tour 29.6.08 - 5.7.08

Inspiriert durch einen Artikel im KANU-Magazin haben Ossi und ich uns bereits vor Weihnachten 2007 entschlossen, diese Paddeltour in der Nähe Berlins durchzuführen. Die bereits damals gebuchten Flüge waren deutlich billiger (68 € für Hin- und Rückflug) als die Bahnfahrt. Dank unseres genialen Ally-Faltkanadiers war der Transport mit dem Flugzeug kein Problem. Bei der Ankunft in Berlin-Tegel fehlten zwar unsere Paddel aber die tauchten Gott sei Dank wieder auf. Mit nunmehr vollständiger Ausrüstung stiegen wir in den öffentlichen Bus zum Hauptbahnhof um und von dort fuhren wir zu unserem Ausgangsort LÜBBEN.
Nach einem zünftigen (fetten) Essen in einem Bierlokal bauten wir unser Boot auf, luden das Gepäck ein und begaben uns auf große Fahrt. Wir konnten herrliche Aulandschaften mit unzähligen Vögeln (Eisvogel, Kormoran, Schwan, Reiher, Raubvögel ...) und Tieren, die wir nur mehr von Bildern kennen (Biber, Otter, Damhirsch ...) bewundern, mussten aber auch Hindernisse von Menschenhand überwinden. Oft glaubten wir uns wegen der zahlreichen Nebenarme und Verbindungskanäle in eine Dschungellandschaft versetzt. Nach sechs- bis achtstündigen Paddelstrecken suchten wir uns einen Lagerplatz, bauten unser Zelt auf und belohnten uns für unsere Mühen mit einem guten Bier. Manchmal konnten die Schleusen nur mit Hilfe von bereitgestellten Loren, die sauschwer zu bewegen waren, überwunden werden. Die letzte Tagesetappe mussten wir bei regnerischem, kalten Wetter hinter uns bringen. Schließlich kamen wir aber wohlbehalten in ERKNER an und konnten auf dem Gelände des Kanucklubs Erkner sogar am Dachboden des Vereinshauses übernachten. Zeitig in der Früh packten wir unsere Paddelutensilien zusammen und begaben uns per Bahn nach Berlin auf eine Besichtigungstour. Voller Eindrücke und reich an neuen Erfahrungen flogen wir (zwar ohne unsere Paddel) wieder nach Wien.

2 Kommentare 26.9.08 11:08, kommentieren

Stausee-Idylle

20.6.08 Martha überraschte mich mit dem Vorschlag paddeln zu fahren. Sie kam von Gmünd und ich von zu Hause mit dem Kanadier am Autodach. Diesmal benutzten wir die Zufahrt zum Campingplatz als Startrampe. Bei herrlichem Badewetter verbrachten wir einige schöne Stunden. Wie heißt´s so schön: Das Glück liegt so nahe!

1 Kommentar 5.9.08 22:50, kommentieren

Taufe am Ottensteiner Stausee

Wolfgang, mein alter Freund aus St.Pöltner Zeiten, ließ sich von mir mit dem Paddelfieber anstecken. Kurz entschlossen kauften wir gemeinsam in Passau einen Ally-Faltkanadier. Der Aufbau wollte ihm zu Hause nicht recht gelingen, so verlegten wir die Bootswerft gleich an den Ottensteiner Stausee. Mit vereinten Kräften hatten wir das Boot in einer Stunde aufgebaut. Der Start verlief ganz klassisch - Wolfgang kühlte sich mit Stausee-Wasser ab. Danach verlief aber alles recht reibungslos. Nachdem er rasch gelernt hatte mit der steifen Brise fertig zu werden, kamen wir auch gut voran. Ein Krügerl - oder waren´s zwei? - beim Campingplatz gab´s als Belohnung für die reife Leistung. Zurück paddelten wir sogar rund um die Ruine Lichtenberg.

1 Kommentar 5.9.08 20:46, kommentieren

Paddelsaison-Start 2008

Auf Einladung der Faltbootfreunde bzw. der Naturfreunde Wien nahm ich am 20.4.08 an einer Stadtrundfahrt der besonderen Art teil. Vom Bootshaus der Naturfreunde am Kuchelauer Hafen starteten wir bei herrlichem Frühlingswetter Donau abwärts, vorbei an der Nussdorfer Schleuse.
Nach etwa 10 Stromkilometern, nach der Reichsbrücke setzten wir unsere Boote in die Alte Donau um. Obwohl sich die sonnenhungrigen Städter an den Ufern drängten, war die Alte Donau noch nicht überfüllt. Gegenüber dem Gänsehäufel, beim Gasthof "Neubrasilien" nahmen wir auf der Uferterasse unser Mittagessen ein. Danach ging´s noch ein Stück auf der Alten Donau bis zur Umsetzstelle in die Neue Donau weiter. Bis zum Ende der Donauinsel war es noch ein schönes Stück zu paddeln. Dann aber brauchten wir nur mehr den Damm zu überqueren, in die Donau einzusetzen und bald darauf wieder in den Kuchelauer Hafen einzustechen. Ich hätte nicht gedacht, dass es eine so interessante und schöne Paddeltour in Wien gäbe. Unsere Hauptstadt hat schon Einiges zu bieten!

3.5.08 21:47, kommentieren

Donau-Schlusstour 15.10.07

Montag, um die 5 Grad Morgentemperatur aber ein herrlicher Tag kündigt sich an. Also rauf mit dem roten Flitzer aufs Autodach, Zwiebel-Kleidung angezogen, Tee in die Thermoskanne, noch rasch warme Gummistiefel im Lagerhaus gekauft und ab ging´s nach Ybbs. Vor der Ybbsbrücke gibt´s eine günstige Parkmöglichkeit und von dort bin ich gleich in der Ybbs. Nachdem ich mein klemmendes Steuer repariert hatte, ging es flott voran in die Donau. Es war zwar noch kalt, aber bald heizten mir die Muskeln und die Herbstsonne ein. Vorbei an Gottsdorf Marbach mit Blick auf Maria Taferl paddelte ich bis vor die Pöchlarner Brücke ohne Unterbrechung. Dort bot sich eine günstige Stelle zum Rasten und zu einem Plausch mit deutschen Radfahrern an. Gestärkt legte ich ein ordentliches Tempo vor, konnte aber mit den Radlern nicht mithalten. Nach Hinterhaus war ich bald vor der Melker Schleuse. Beim Übertrag vom Altarm zurück in die Donau erwartete mich noch eine unangenehme Überraschung: Die Rampe in die Donau war dick mit weichem Schlick bedeckt, der ein Fahren mit dem Bootswagen unmöglich machte. Also zog ich das Boot vorsichtig, damit ich meine Stiefel nicht verliere, über den Schlamm und kletterte mit den notdürftig gereinigten Stiefeln wieder ins Boot. Habe kräftig geflucht. Der schöne Blick aufs Stift Melk versöhnte mich wieder. Im Altarm, bei der Anlegestelle des Ruderklubs deponierte ich mein Boot und trabte hinauf zum Bahnhof. Keuchend erreichte ich noch rechtzeitig den Zug, fuhr bis Ybbs, stieg ins Auto und holte mein Boot in Melk ab. Ging wunderbar, so eine Tour kann ich jederzeit alleine wiederholen.

3 Kommentare 27.11.07 15:30, kommentieren

Herbst am Ottensteiner Stausee

Ende September, Anfang Oktober verlockten mich die schönen Herbsttage zu zwei Paddeltagen am Stausee. Die anfallenden Arbeiten im Garten, in der Werkstatt ... sollten auf mich warten. Obwohl es in der Früh schon empfindlich kalt war, hob sich der Nebel über dem Stausee und die Sonne konnte mich noch ausreichend wärmen. Beide Male war ich mit ein paar unentwegten Fischern und je einem Paddler völlig allein in den abgeschiedenen Waldviertler Fjorden unterwegs.

21.11.07 13:29, kommentieren

Eine Seefahrt die ist lustig ...

Sa.25.8.07
Als sich am vergangenen Samstag ein herrlicher Sommertag ankündigte, habe ich die Gelegenheit benutzt, meine liebe Frau zum Paddeln einzuladen. Schließlich hatte sie in der letzten Zeit aufkeimendes Interesse bekundet. Am Vormittag habe ich den Ally-Faltkanadier aufgebaut, aufs Autodach geschnallt und ab ging´s an den Ottensteiner Stausee. Habe dort eine Zufahrt entdeckt, die es ermöglicht mit dem Auto bis zum Wasser zu fahren (auf der B38 von Zwettl kommend rechts nach Rastenfeld abzweigen und noch einmal rechts in die Sackgasse bis zum See fahren). Im Boot hat sich Martha ausnahmsweise an meine fürsorglichen Anweisungen gehalten und somit kamen wir rasch voran. Wir haben uns dann ein schönes Platzerl für eine beschauliche Mittagsrast gesucht, um dann wieder zielstrebig durch die Waldviertler Fjorde zu unserem Ausgangspunkt zu paddeln. Als krönenden Abschluss gab´s dann noch eine Portion Mohnnudeln beim Mohnwirt in Armschlag - mhmmm!

1 Kommentar 30.8.07 08:02, kommentieren

Radtour Passau - Mitterarnsdorf 12. bis 14.8.2007

Wie anders sieht doch die selbe Landschaft aus, wenn man nur den Blickwinkel verändert. Diesmal ließ ich gemeinsam mit meiner Schwester Susi, ihrem Mann Robert und Christian, einem Freund der beiden, die Eindrücke des Donautals vom Rad aus auf mich einwirken. Obwohl die Erinnerung an die Paddeltour vor drei Wochen noch ganz frisch war, entdeckte ich viele neue Ansichten.

Die Anreise zum Ausgangsort Passau gestaltete sich diesmal etwas umständlicher. Es gibt keinen Zug mehr, der von Wien Westbhf. mit Zwischenhalt in Ybbs direkt nach Passau fährt. Also mussten wir umsteigen und trafen erst in Wels aufeinander. Nachdem ich jetzt doch einige Male die Strecke geradelt bin, fand ich in Passau schnell das passende Lokal (an der rechten Donauseite,unmittelbar vor der Seilspannbrücke) um den Wunsch nach Weißwurst, einer Brezen und bayrischem Bier zu befriedigen. So gestärkt stand einer flotten Fahrt bis zur ersten Rast an der Jochenstein-Talsperre nichts im Wege. Weiter ging´s am linken Donauufer bis zur Jausenstation in Kramesau, wo wir im Garten sitzend die kräftige Brettljause genossen. Bald näherten wir uns der kleinen Radfähre (zweite !!), die uns ans rechte Ufer Richtung Inzell brachte. Beim Gasthof Reisinger (+43 7279 8581), dessen angenehme Gastlichkeit wir schon öfters genossen haben, war dann Schluss der ersten Etappe. Dort trafen wir auch Freunde von Robert und Susi, richtiges Favoritner Urgestein. Interessante Erfahrung, welche netten Menschen hinter einer doch recht urwüchsigen, deftigen Sprache verborgen sein können. Wer sich von Vorurteilen beeinflusst gleich abwendet, versäumt Einiges! Am folgenden Morgen war das Donautal zwar mit Morgennebel verhüllt, aber es zeigte sich bald, dass die Sonne stärker war. Rasch hatten wir die zahlreichen Radlergruppen überholt. Bald waren wir in Aschach angelangt und stärkten uns mit einem erstklassigen Kaffee und guten Mehlspeisen im kleinen Eduscho-Kaffee unmittelbar neben der Kirche. Die zahlreichen Konditoreien an der Uferpromenade sind zwar recht einladend, können aber bei weitem nicht konkurrieren mit der Qualität dieses unscheinbaren Lokals. Nach Überquerung der Brücke in Aschach radelten wir bis Linz-Urfahr an der linken Donauseite. Unser kleines Lokal, das wir schon von früheren Fahrten kannten, der Gasthof zum Walfisch, verwöhnte uns mit gutem Essen und einem schützenden Dach vor einem kurzen Gewitter. Danach radelten wir zum Hauptbahnhof, um die Strecke bis Amstetten mit der ÖBB zurück zu legen. Ausgerastet und unterstützt von einem angenehmen Rückenwind sausten wir über St.Georgen/Ybbsfeld, Blindenmarkt und Ennsbach nach Ybbs. Die Wirtin unseres vorbestellten Quartiers (Fleischerei Moser) überraschte uns mit der Mitteilung, dass sie keine Zimmer frei hätte aber am Glöcklhof, hoch oben über den Dächern von Ybbs, Zimmer für uns reserviert wären. Der schweißtreibende Anstieg brachte mir wieder einmal den Spott von Susi und Robert ein, na was soll`s. Dafür wurden wir mit einem ruhigen, gemütlichen Quartier mit Blick auf Ybbs entschädigt. Am Abend spazierten wir hinunter nach Ybbs, kehrten bei der Seff ein und trafen uns mit Martha. Sie brachte uns müde Krieger mit dem Auto zu unserem luftigen Schlafplatz. Nach dem Frühstück und einem Zwischenstopp beim Autohaus Senker (Polo-Leiche von Susi) radelten wir am südlichen Ufer bis Pöchlarn zum K & K-Kaffee. Ab dort ging´s ohne weiteren Aufenthalt (zum Ärger von Robert)vorbei an Melk bis Mitterarnsdorf, zum letzten Quartier. Dort verabschiedete ich mich von den anderen und ließ mich von Martha abholen. Motiviert von den guten Erfahrungen im heurigen Jahr (Wettter, Quartier ...) gibt´s sicher im kommenden Jahr eine weitere Radtour mit den Haasen!

3 Kommentare 15.8.07 10:43, kommentieren