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Auf großer Fahrt

Auf Einladung und Empfehlung von Walter, meinem Paddelfreund, war ich gemeinsam mit ihm eine Woche (vom 19. bis 26.Mai 2007) auf der "Mecklenburgischen Seenplatte" paddeln. Walter und seine Frau waren schon eine Woche vorher mit dem Auto los gefahren und hatten mein Boot mit Ausrüstung mit genommen. Ich reiste mit Flieger an, denn der Flug war - man höre und staune - wesentlich billiger als die Bahnfahrt mit Vorteilscard. Walter und Margit holten mich dankenswerterweise spät am Abend vom Flughafen Berlin-Tegel ab, sodaß wir erst nach Mitternacht in unserem Quartier in Schwarz/Schwarzersee ankamen. Es war aber noch nicht zu spät für ein Flascherl Rotwein, um auf Margits Geburtstag anzustoßen. Am Sonntag, nach einem gemütlichen Frühstück starteten wir zu unserer ersten Erkundungstour.

Walter bereitet alles gewissenhaft vor!

Am Nachmittag erwartete uns Margit schon mit einem tollen Geburtstagessen. Bestens vorbereitet (Campingausrüstung, Kartenmaterial und Walter´s Extra-Bordservice) starteten wir Montag früh in Richtung Vilzsee. Erste Tagestour: Vilzsee - Diemitzer Schleuse - Labussee - Canower Schleuse - Canower See - Pälitzsee - Schleuse Strasen - Großer Priepertsee. Dort fanden wir ein wunderschönes Platzerl, um unsere Zelte aufzubauen.

Unser 5-Sterne Zeltplatz

Bald nach Sonnenaufgang, wieder bei herrlichem Sonnenschein, paddelten wir zu unserem 2.Tourentag: Wangnitzsee - Obere Havel Wasserstraße - Schleuse Wesenberg - Woblitzsee - Großer Labussee - Schleuse Zwenzow - Useriner See - Görtowsee - Jamelsee - Campingplatz im Hexenwald. Der Nachteil dieser Seenpaddlerei ist, dass man, anders als beim Flusswandern, paddeln muss, um vorwärts zu kommen. Bei den km-Angaben an den Ufern stellten wir fest, dass wir im Durchschnitt 6 bis 7 km in der Stunde schafften. Bei etwa 7 Stunden Paddeln pro Tag sind das etwa 40 km! Allerdings belohnten wir uns auch immer mit Pausen bei einem guten ostdeutschen Bier. Der Campingplatz bot einen ungewohnten Komfort: Dusche (nur kalt für Walter), Einkaufsladen und ungewöhnlich viele und blutrünstige Gelsen beim Zeltabbau zeitig in der Früh am nächsten Tag. Der begann übrigens mit trübem Wetter. Nach einer kurzen Fahrt durch einen engen Kanal hieß es raus aus dem Wasser, Boot auf die mitgeführten Bootswagerl gepackt und 6 km zu Fuß (von Babke nach Zietlitz) gehatscht. Es gibt dort zwar einen Transfer mit Pferdefuhrwerken, wir zogen aber die sportliche Variante vor. Als Belohnung gab´s bei der Einstiegstelle in Zietlitz ein gutes Bier und heiße Würstel. Durch den Leppinsee, Woterfitzsee, Caarpsee paddelten wir in die Müritz (Kleines Meer). Die weite Wasserfläche der Müritz flößte uns schon Respekt ein. Ständig beobachteten wir das Wetter und hielten uns, wenn´s möglich war in Ufernähe auf. Dort kann es ziemlich schnell einen Wetterumschwung geben und damit verbunden hohe Wellen. Als wir dann in der Kleinen Müritz in Rechlin am Jachthafen ein gutes Papperl serviert bekamen, ließ die Spannung wieder nach. Durch die Müritz-Havel-Wasserstraße ging´s zu unserem letzten Lagerplatz, den wir uns mit freundlichen Ossis teilten. Schon um 6:30 früh saßen wir wieder im Boot, um rechtzeitig um 7:00 bei der Mirower Schleuse zu sein. Als wir um halb Acht immer noch vor verschlossener Schleuse warteten, entschieden wir uns für die Bootswagerl-Variante und umgingen die Schleuse. Gut war´s, denn der Schleusenwärter schlief an diesem Tag länger! So konnten wir eine große Motorjacht hinter uns lassen.Damit wir auch genug zu paddeln hatten, erreichten wir unseren Ausgangsort über eine Schleife: Zotzensee - Vilzsee - Rätzsee - Drosendower Bek - Gobenowsee - Labussee - Vilzsee - Schwarzer See. An diesem Tag legten wir wohl die längste Strecke zurück. Etwas müde aber bis oben hin voll mit wundervollen Eindrücken von dieser naturbelassenen Wasserlandschaft und stolz auf unsere Leistung kehrten wir bei Margit ein. Walter und ich waren begeistert und haben uns vorgenommen, wieder einmal hier her zu kommen

4.6.07 14:39, kommentieren



Muskelkater !!!

Am 13.6.07 eröffnete ich die heurige Bergsaison mit einem Klettersteig (Alpenvereinssteig) auf die Rax. Mit von der Partie waren Gerhard Stix und seine Tochter Ute. Klugerweise schlug Gerhard wegen der erwarteten Hitze eine möglichst zeitige Anfahrt vor, so dass wir bereits um 7:00 vom Parkplatz im Höllental (unmittelbar nach dem Tunnel nach Naßwald, vor dem Weichtalthaus) starten konnten. Es ging sofort steil bergauf und bald waren die ersten Leitern zu erklimmen. Brav legten wir den Klettersteig-Gurt an und setzten den Steinschlaghelm auf. Nach so viel Luft unter den Füßen meinte Gerhard, dass wir etwas Festes im Magen brauchten. Gestärkt ließen sich die letzten Anstiege leichter bewältigen und bald (nach insgesamt ca. 3 1/2 Stunden) standen wir auf der Aussichts-Kanzel und konnten den wundervollen Ausblick genießen. Trügerisch gemütlich ging´s auf dem Rückweg los aber bald folgte ein Abstieg , der´s in sich hatte. Ich habe sicherlich mehr geschwitzt als beim Klettern! Mit brennenden Oberschenkeln erreichten wir um 13:30 das Tal, mit der Aussicht auf ein gutes Papperl bei Inge. Das servierte Gulasch war vorzüglich (*****) lediglich die Nockerl bekamen einen Punkteabzug wegen zu einfacher Rezeptur. Am darauf folgenden Tanzabend ließen Gerhard und ich uns nichts anmerken. Unsere Gattinnen haben dann ausgeplaudert, dass wir einen riesigen Muskelkater hatten!

1 Kommentar 21.6.07 21:24, kommentieren