Donau-Paddeltour 18. bis 20.7.07

Das anhaltend schöne und heiße Wetter in der vergangenen Woche lud Walter und mich ein, uns einen Teilabschnitt der schon länger geplanten Donau-Tour vorzunehmen. Am Mittwoch, 18.7.07 trafen wir uns in Linz am Bahnhof, um per Eisenbahn unseren Ausgangsort, Passau zu erreichen. Problemlos verluden wir in Passau unser umfangreiches Gepäck in ein VAN-Taxi, das uns dann zum Lagerplatz des TV Passau an der Ilz brachte. Der ist übrigens ein heißer Tipp: Sehr saubere Toilletten und Waschgegelegenheiten, sowie ein erstklassiger Zeltplatz direkt an der Ilz. Da es schon relativ spät war (20:30) stellten wir unsere Zelte in Rekordzeit auf und schafften auch noch weitgehend den Aufbau unserer Faltboote. Verschwitzt machten wir uns noch auf den Weg in die Stadt, um uns innere Abkühlung bei einem wirklich schmackhaften bayrischen Weißbier zu verschaffen. Zeitig (5:30) am nächsten Morgen starteten wir. Einige kleine Korrekturen und Anpassungen waren bei meinem neuen Boot noch fällig (Jungfernfahrt) aber dann ging´s zügig donauabwärts Richtung Österreich. Das Frühstück nahmen wir schon in einem österreichischen Gasthof ein, der zwar noch geschlossen hatte, aber eine mitfühlende Putzfrau erbarmte sich unser. Die Mittagspause verbrachten wir nach ca. 26 km bei einer Jausenstation (Kramesau, am li. Donauufer), wo wir sogar unsere mitgebrachten Speisen essen durften, nachdem wir uns zwei Biere bestellt hatten. Nach einem Mittagsschlaferl im Schatten hievten wir unsere Boote wieder über eine steile Treppe in die Donau. Die nächste Rast gab´s erst wieder in Inzell, beim Radlerhof, den ich von früheren Radtouren her kannte. Eigentlich hatten uns die Schlögener Schlingen schon ganz schön ermüdet, aber wir paddelten tapfer bis zur Bucht vor Untermühl weiter, wo wir auf einem Lagerplatz unser Nachtquartier aufschlugen. Mit 54 Paddel-km in den Armen schliefen wir tief und fest. Routiniert bauten wir unsere Zelte zeitig in der Früh ab und schoben die beladenen Boote bereits um 6:30 wieder in die Donau. Die nun folgende Strecke verlangte uns einiges an Anstrengung ab, denn durch die Kraftwerke Aschach und Ottensheim verringert sich die Fließgeschwindigkeit der Donau auf 1km/h. Dafür konnten wir uns nach dem Umsetzen in Ottensheim in der Regattastrecke ausrasten. Ein Schotterstrand und klares Wasser luden zum Baden ein. Walter badet immer vor dem Essen!

Beim Regatta-Lokal (Zum Biber) konnten wir sogar auf Liegen im Schatten schlafen. Danach ging´s zügig bis Linz, wo ich mich bei der Einfahrt zum Winterhafen von Walter verabschiedete, der noch weiter paddelte. Mein Auto stand noch unversehrt am Anlegeplatz und so war ich bald zur Rückfahrt nach Hause bereit.

Wer glaubt, die Donau wäre zum Paddeln uninteressant, der irrt: Aus der Wasserperspektive sieht die Landschaft wunderschön aus. Die vorbei ziehenden Großschiffe sind nicht wirklich störend, eher bilden sie eine Abwechslung. Wir werden also ganz sicher bald wieder auf der Donau zu finden sein.

24.7.07 17:13

Werbung


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Kathithi (25.7.07 01:43)
die flitzer sind wieder unterwegs...

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen